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MPU Alkohol? Was Sie wissen sollten!
#1
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MPU wegen Alkohol.

Alles was Sie wissen sollten!


Alkohol im Verkehr ist seit langem die häufigste Ursache für die Anordnung einer MPU, einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung. Fast die Hälfte aller MPU Anordnungen wurden wegen Alkohol am Steuer erlassen.

Wem mit Alkohol am Steuer der Führerschein entzogen wurde, dem kann eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung auferlegt werden. Gerade bei Suchtmitteln wie Alkohol ist eine gute Vorbereitung wichtig, und zwar nicht erst kurz vor dem Idiotentest, wie die MPU auch genannt wird. Hier ist meist professionelle Hilfe unerlässlich.
Eine MPU wird dann angeordnet, wenn der Verkehrsteilnehmer einmalig mit mehr als 1,6 oder 1,1 Promille je nach Bundesland erwischt wird. Aber auch mit weniger als 1,6 Promille besteht die Gefahr einer MPU Anordnung und zwar dann, wenn der Verkehrsteilnehmer öfters unter Alkohol erwischt wurde.
Aber Achtung, selbst wer nicht mit Alkohol am Steuer erwischt wurde, dem kann eine MPU drohen. Es reicht wenn der Führerscheinbehörde Fakten über Alkoholmissbrauch oder –sucht bekannt werden oder Straftaten unter Alkohol verübt wurden.

Wie kann man als Betroffener am besten vorgehen?

Bereits 4 Monate vor Ablauf der Sperrfrist kann der Antrag auf Neuerteilung gestellt werden. Natürlich gibt es den geliebten Führerschein erst nach Ablauf der Sperrfrist zurück.
Den Zeitraum bis zur für die Wiedererteilung notwendigen MPU sollte mit einer professionellen MPU Vorbereitung gut genutzt werden.
Aber was wird bei einer MPU wegen Alkohol überhaupt gemacht?
Ziel der Alkohol MPU ist es, glaubhaft zu machen, dass der Verkehrsteilnehmer kein Fahrzeug mehr unter Alkoholeinfluss führt. Dazu muss der Bewerber wie bei jeder anderen MPU 3 Stationen durchlaufen.
Als erstes erwartet ihn die Medizinische Untersuchung. Neben allgemeinem Gesundheitszustand liegt hier der Focus auf Folgeschäden durch Alkoholmissbrauch. Auch kann hier ein Abstinenznachweis mittels Haaranalyse oder Urinprobe gefordert oder durchgeführt werden. Es lohnt sich also nicht an dieser Stelle zu flunkern.
Ist diese Hürde geschafft, so folgt der Reaktions- und Leistungstests hier werden Reaktions- und Konzentrationsvermögen sowie Belastbarkeit (Stressfestigkeit) geprüft. Diese Computertests stellen für die meisten Bewerber kein Problem dar, sofern sie Herr Ihrer Sinne sind.

Die MPU schließt mit dem psychologischen Untersuchungsgespräch Gespräch ab. Hier ranken sich viele Gerüchte, da dies auch oft der Knackpunkt ist, bei dem viele Kandidaten durchfallen. Das Gespräch dauert rund eine Stunde und ist meist sehr ausführlich und intim. Auf diesen Teil der MPU wird daher in der MPU Vorbereitung sehr viel Wert gelegt. Inhaltlich werden die Gründe für die Alkoholfahrt hinterfragt. Ebenso muss glaubhaft dargelegt werden, was unternommen wurde um dieses Verhalten zu vermeiden. An dieser Stelle können leider keine Standardfragen genannt werden, da jedes Gespräch sehr individuell und persönlich ist. Reue allein reicht nicht. Es muss glaubhaft vermittelt werden, dass man keine Trunkenheitsfahrt mehr unter nimmt und Abstand vom Alkohol, besonders im Straßenverkehr hält. An dieser Stelle, kann selbst wenn nicht gefordert, ein Abstinenznachweis gute Dienste erweisen.
Das wichtigste ist Offenheit und Ehrlichkeit.
Konnten nicht alle Bedenken ausgeräumt werden, so besteht die Möglichkeit, dass ein sogenannter §70 Kurs angeordnet wird, nach dem der Führerschein anschließend ausgehändigt wird.
Am besten ist es natürlich, den Gutachter von den Absichten, der Reue und dem Verzicht des Bewerbers zu überzeugen. Da diese Gespräche sehr intensiv sind ist hier unbedingt zu einer MPU Vorbereitung zu raten. Dabei geht es nicht um Schauspielerei, sondern vielmehr, nicht über die vielen kleinen Fangstricke zu stolpern, welche die Psychologie bereit hält.
Jörg Krüger Cool
MPU Berater Shy
http://www.info-mpu.com/
Telefon:05231/9625650
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MPU Alkohol? Was Sie wissen sollten! - von Caverant - 30.11.2018, 13:18

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