Hallo, Gast
Sie müssen sich registrieren bevor Sie auf unserer Seite Beiträge schreiben können.

Benutzername
  

Passwort
  





Durchsuche Foren

(Erweiterte Suche)

Foren-Statistiken
» Mitglieder: 721
» Neuestes Mitglied: q6q1e6z9
» Foren-Themen: 1.018
» Foren-Beiträge: 1.714

Komplettstatistiken

Benutzer Online
Momentan sind 27 Benutzer online
» 1 Mitglieder
» 25 Gäste
Google, CharlesIroks

Aktive Themen
Drogen MPU
Forum: Drogen MPU
Letzter Beitrag: Caverant
30.11.2018, 13:20
» Antworten: 0
» Ansichten: 207
MPU Alkohol? Was Sie wiss...
Forum: Alkohol MPU
Letzter Beitrag: Caverant
30.11.2018, 13:18
» Antworten: 0
» Ansichten: 200
MPU / Idiotentest - Psych...
Forum: MPU - Was ist das?
Letzter Beitrag: Tarabas68
29.11.2018, 17:15
» Antworten: 0
» Ansichten: 830
MPU / Idiotentest - Schlu...
Forum: MPU - Was ist das?
Letzter Beitrag: Tarabas68
29.11.2018, 17:13
» Antworten: 0
» Ansichten: 494
MPU / Idiotentest - Der A...
Forum: MPU - Was ist das?
Letzter Beitrag: Tarabas68
29.11.2018, 17:11
» Antworten: 0
» Ansichten: 384

 
Rainbow Drogen MPU
Geschrieben von: Caverant - 30.11.2018, 13:20 - Forum: Drogen MPU - Keine Antworten

Entgegen der landläufigen Meinung, kann der Führerschein auch bei Drogenmissbrauch oder Fahrten unter Drogeneinfluß entzogen werden. Die Tatsache, dass es hier keine Grenzwerte wie beim Alkohol gibt heißt nicht, dass diese Taten nicht auch geahndet werden.

Wer mit Drogen am Steuer erwischt wird, dem Droht fast immer neben dem Führerscheinentzug auch die MPU. Besonders wenn Cannabis, Heroin, Amphetamine oder Kokain im Spiel war. Auch kann eine MPU angeordnet werden, wenn man mehr als einmal unter Drogeneinfluss in der Disco angetroffen wurde. Wurde eine Drogenabhängigkeit Diagnostiziert, so ist die MPU zwingend vorgeschrieben. Gerade bei einer Drogen MPU sollte nicht vergessen werden, dass verschieden Drogen sehr lange nachgewiesen werden können.
Bei der Drogen MPU geht es darum, glaubhaft zu vermitteln, dass der Klient kein Fahrzeug unter Drogeneinfluß führen wird.
Die Drogen MPU besteht aus drei Teilen. Im ersten Teil wird die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit mittels Computer Tests überprüft. Dieser Test stellt in der Regel kein Problem dar und ist für nahezu jeden zu schaffen.

Diesem Test folgt die medizinische Untersuchung, hier werden neben dem Allgemeinzustand auch alle körperlichen, durch Drogenmissbrauch hervorgerufenen Symptome untersucht. Weiter werden bei der Anamnese fragen zum aktuellen Drogenkonsum gestellt.

Schwindeln lohnt an dieser Stelle nicht, da bei einer Drogen MPU ein Drogenscreening mittels Haar-, Urin- und Bluttest obligatorisch ist. Dabei gilt zu beachten, dass nicht nur auf den Wirkstoff, mit dem der Bewerber angetroffen wurde getestet wird sonder auf alle im Umlauf befindlichen Drogen!
Der letzte Teil der Drogen MPU ist der schwierigste, das psychologische Untersuchungsgespräch
Der Psychologe wird eingehende Fragen zum Geschehenen, zum Drogenkonsum und zur Haltung gegen über Drogen stellen. Einfach zu sagen, dass man bereut und keine Drogen mehr nehmen wird reicht an dieser Stelle nicht aus.

Der Psychologe wird sehr differenziert die Motive und Hintergründe erfragen. Ebenso werden Fragen nach der Lebensweise sowie dem familiären und sozialen Umfeld gestellt.
Der Klient muss sicher und glaubhaft darlegen, dass Einsicht und Änderung des Verhaltens vorliegen. Hier zählen übrigens nicht nur Worte, sondern auch Körpersprache.
Auf das psychologische Gespräch wird bei der Vorbereitung zur Drogen MPU besonders eingegangen, da hier viele Probleme lauern.
Eine Drogen MPU ist ohne professionelle Hilfe kaum zu bestehen.

Drucke diesen Beitrag

Thumbs Up MPU Alkohol? Was Sie wissen sollten!
Geschrieben von: Caverant - 30.11.2018, 13:18 - Forum: Alkohol MPU - Keine Antworten

MPU wegen Alkohol.

Alles was Sie wissen sollten!


Alkohol im Verkehr ist seit langem die häufigste Ursache für die Anordnung einer MPU, einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung. Fast die Hälfte aller MPU Anordnungen wurden wegen Alkohol am Steuer erlassen.

Wem mit Alkohol am Steuer der Führerschein entzogen wurde, dem kann eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung auferlegt werden. Gerade bei Suchtmitteln wie Alkohol ist eine gute Vorbereitung wichtig, und zwar nicht erst kurz vor dem Idiotentest, wie die MPU auch genannt wird. Hier ist meist professionelle Hilfe unerlässlich.
Eine MPU wird dann angeordnet, wenn der Verkehrsteilnehmer einmalig mit mehr als 1,6 oder 1,1 Promille je nach Bundesland erwischt wird. Aber auch mit weniger als 1,6 Promille besteht die Gefahr einer MPU Anordnung und zwar dann, wenn der Verkehrsteilnehmer öfters unter Alkohol erwischt wurde.
Aber Achtung, selbst wer nicht mit Alkohol am Steuer erwischt wurde, dem kann eine MPU drohen. Es reicht wenn der Führerscheinbehörde Fakten über Alkoholmissbrauch oder –sucht bekannt werden oder Straftaten unter Alkohol verübt wurden.

Wie kann man als Betroffener am besten vorgehen?

Bereits 4 Monate vor Ablauf der Sperrfrist kann der Antrag auf Neuerteilung gestellt werden. Natürlich gibt es den geliebten Führerschein erst nach Ablauf der Sperrfrist zurück.
Den Zeitraum bis zur für die Wiedererteilung notwendigen MPU sollte mit einer professionellen MPU Vorbereitung gut genutzt werden.
Aber was wird bei einer MPU wegen Alkohol überhaupt gemacht?
Ziel der Alkohol MPU ist es, glaubhaft zu machen, dass der Verkehrsteilnehmer kein Fahrzeug mehr unter Alkoholeinfluss führt. Dazu muss der Bewerber wie bei jeder anderen MPU 3 Stationen durchlaufen.
Als erstes erwartet ihn die Medizinische Untersuchung. Neben allgemeinem Gesundheitszustand liegt hier der Focus auf Folgeschäden durch Alkoholmissbrauch. Auch kann hier ein Abstinenznachweis mittels Haaranalyse oder Urinprobe gefordert oder durchgeführt werden. Es lohnt sich also nicht an dieser Stelle zu flunkern.
Ist diese Hürde geschafft, so folgt der Reaktions- und Leistungstests hier werden Reaktions- und Konzentrationsvermögen sowie Belastbarkeit (Stressfestigkeit) geprüft. Diese Computertests stellen für die meisten Bewerber kein Problem dar, sofern sie Herr Ihrer Sinne sind.

Die MPU schließt mit dem psychologischen Untersuchungsgespräch Gespräch ab. Hier ranken sich viele Gerüchte, da dies auch oft der Knackpunkt ist, bei dem viele Kandidaten durchfallen. Das Gespräch dauert rund eine Stunde und ist meist sehr ausführlich und intim. Auf diesen Teil der MPU wird daher in der MPU Vorbereitung sehr viel Wert gelegt. Inhaltlich werden die Gründe für die Alkoholfahrt hinterfragt. Ebenso muss glaubhaft dargelegt werden, was unternommen wurde um dieses Verhalten zu vermeiden. An dieser Stelle können leider keine Standardfragen genannt werden, da jedes Gespräch sehr individuell und persönlich ist. Reue allein reicht nicht. Es muss glaubhaft vermittelt werden, dass man keine Trunkenheitsfahrt mehr unter nimmt und Abstand vom Alkohol, besonders im Straßenverkehr hält. An dieser Stelle, kann selbst wenn nicht gefordert, ein Abstinenznachweis gute Dienste erweisen.
Das wichtigste ist Offenheit und Ehrlichkeit.
Konnten nicht alle Bedenken ausgeräumt werden, so besteht die Möglichkeit, dass ein sogenannter §70 Kurs angeordnet wird, nach dem der Führerschein anschließend ausgehändigt wird.
Am besten ist es natürlich, den Gutachter von den Absichten, der Reue und dem Verzicht des Bewerbers zu überzeugen. Da diese Gespräche sehr intensiv sind ist hier unbedingt zu einer MPU Vorbereitung zu raten. Dabei geht es nicht um Schauspielerei, sondern vielmehr, nicht über die vielen kleinen Fangstricke zu stolpern, welche die Psychologie bereit hält.

Drucke diesen Beitrag

Information MPU / Idiotentest - Psychophysische Funktionsprüfung
Geschrieben von: Tarabas68 - 29.11.2018, 17:15 - Forum: MPU - Was ist das? - Keine Antworten


Der zweite Teil ist die Psychophysische Funktionsprüfung.
Hier muss der Untersuchte Handlungsproben absolvieren, die seine Leistungsfunktionen hinsichtlich der Anforderungen des Führens eines Kraftfahrzeuges nachweisen sollen.
Der Test besteht aus drei Durchläufen, wobei die Testergebnisse in Prozenträngen von 0 – 100% angegeben werden. Ein Prozentrang von 0 steht also für das schlechteste, 100 für das beste Ergebnis. Die erforderlichen Ränge sind für die verschiedenen Bezugsgruppen unterschiedlich. Ein Prozentrang von 45 bedeutet also, dass 55% der Bezugsgruppe „Kraftfahrerpopulation“ Testergebnisse erzielten, die über der erreichten Leistung liegen.

Zu wissenschaftlich?

Okay. Der Teilnehmer sitzt nun vor einem Bildschirmgerät, ungefähr so groß wie ein mittlerer Fernseher. Vor ihm sind in spezieller Anordnung farbige Tasten im Tisch eingelassen, manchmal liegt auch ein Manual auf der Platte. Zwei einfache weiße Druckknöpfe gehören noch dazu und zwei Fußpedale. Auf dem Bildschirm leuchten nun in wahrhaft bunter Reihenfolge Farbsignale auf, die jeweils mit einem Druck auf die entsprechende Farbtaste quittiert werden müssen. Weißes Licht rechts oder links entspricht dem jeweiligen Druckknopf, hohe und tiefe Töne den jeweiligen Pedalen. Der Ablauf ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes „bunt durcheinander“. Ungefähr so wie im Auto, wo man auch verschiedene Handlungen miteinander koordinieren muss.
Der Witz an der Sache ist die Geschwindigkeit der Durchläufe. Der erste Durchlauf ist zum Eingewöhnen, also langsam. Beim zweiten steigt das Tempo derart, dass kein normaler Mensch mithalten kann. Also sind hier Fehler vorprogrammiert. Das ist bewusst so angelegt, um herauszufinden, wie der Proband mit Stress und eigenen Fehlern umgeht. Die beste Strategie hier ist, einen Fehler "Fehler sein zu lassen" und weiter zu machen.
Die dritte Phase ist die Erholungsphase. Hier nimmt die Geschwindigkeit wieder ab, bleibt aber hoch.
Welche Prozentzahl erreicht werden muss, weiß ich nicht so genau, aber für einen gesunden Menschen stellt dieser Test keine Schwierigkeit dar.

Psychologischer Teil
Der dritte, längste, wichtigste und absolut entscheidende Teil der MPU. Alle Werte, alle Tests können Bestwerte erreichen und nützen gar nichts, wenn der Psychologe sein Okay nicht gibt. Die Leberwerte spielen heute eine weit geringere Rolle, als viele annehmen, die Grenzwerte der gesundheitlichen Tests und des Reaktionstests sind vergleichsweise gering. Die Befragung durch den Psychologen und das daraus resultierende psychologische Gutachten sind absolut entscheidend und auch der umfangreichste Abschnitt der gesamten Untersuchung. Eine Gesprächsdauer von 1,5 – 2 Stunden ist keine Seltenheit, eher die Regel.

Der Psychologe verfügt über die Führerscheinakte jedes Probanten. Jedes Verkehrsdelikt ist darin vermerkt. Im Vorfeld, das heißt im Wartezimmer, muss man auch meist einen Fragebogen ausfüllen, der sich mit dem Allgemeinwissen zum Thema Alkohol, Drogen, Verträglichkeit, Abbau im Körper, Alkohol und Verkehr und so weiter beschäftigt. Dieser Fragebogen bietet auch noch Hinweise, wird aber nur herangezogen, wenn diese Hinweise für das Gutachten von Bedeutung sind.

Was brauche ich, um zu „bestehen“?
Gute Vorbereitung. Sie ist das A und O für ein Bestehen der MPU. Bei Alkohol-und Drogendelikten kenne ich Niemanden, der es ohne Vorbereitung geschafft hätte. Der Grund dafür ist, dass der Gesetzgeber auf der einen Seite bestimmte Werte gesetzt hat, bei deren Erreichen eine MPU angeordnet werden kann und Werte, ab denen eine MPU vorgeschrieben ist. Bei Alkohol sind das 1,6 Promille.
Bei Drogen gelten diese Richtwerte.

Aber für den Psychologen spielen gesetzliche Grenzwerte eher eine untergeordnete Rolle. Er geht von Erfahrungswerten aus, die wissenschaftliche Vergleichsuntersuchungen und Studien ergeben haben. Und nach denen ist es ziemlich unmöglich, dass ein Mensch, der „normal“ Alkohol konsumiert, mit einer BAK (Blutalkoholkonzentration) von 1,6 Gramm pro Liter Blut noch stehen, geschweige denn Auto fahren kann.
Er geht also von einer starken Alkoholgewöhnung aus, von einem Problem mit Alkohol, vom Nicht-trennen-können von Trinken und Fahren. Für ihn ist das ein Fakt, den man mit seiner Auffälligkeit bereits unter Beweis gestellt hast. Nun liegt es am Teilnehmer, dies Alles zu entkräften. Entschuldigungen gelten nicht.

Zu erzählen, dass man seine Lektion gelernt hast, reicht nicht. Darzulegen, warum man getrunken oder geraucht hast und gefahren ist, ist zu wenig. Der Psychotherapeut will alle Gründe wissen warum getrunken wird. Warum so viel? Wie oft? Wie lange schon in diesen Mengen? Sind die Gründe noch vorhanden? Kennt man sie überhaupt selbst? Wie steht man heute zur Trunkenheits - bzw Drogenfahrt?

Eine alte Weisheit besagt, wer siebenmal hintereinander „Warum“ fragt, bekommt immer die Wahrheit heraus.
Also ist die wichtigste Frage, die man zuerst sich selbst stellen muss, eben „Warum“.

Ist man sich über das "Warum" im Klaren sollte man überlegen, wie man Sätze formuliert, die das Gegenüber einem glaubt. Am Besten ist die Strategie "Glaub ich mir eigentlich selbst, was ich da sage?", um seine eigene Glaubwuerdigkeit und Willenskraft (in Form eines rhetorischen Maßes) zu bestärken.

Wo finde ich Hilfe?
An Literatur gibt es wirklich haufenweise Sachen auf dem Markt, ich kann wärmstens unsere Literaturecke empfehlen.

Psychologische Beratungen gibt es ebenfalls. Das sind speziell auf die MPU abgestimmte Lehrgänge mit Leuten, die manchmal amtlich bestallt sind und manchmal nicht. Und die manchmal sogar eine gute Ausbildung haben. Das Internet ist voll davon. Die Behörden empfehlen auch welche, damit hat sich die Frage der Anerkennung schon erledigt. DEKRA und TÜV bieten auch die Möglichkeit eines (nicht kostenlosen) Beratungsgesprächs vor der MPU an. Anrufen und fragen.

Das Selbe leisten auch Vereine wie die Caritas. Und das kostenlos.

Ohne eine psychologische Beratung und die entsprechenden Nachweise haben vor allem Drogendelikte und BAK´s über 2 Promille wenig Chancen bei der MPU. Hier wird automatisch von Abhängigkeiten ausgegangen und das ist ein ganz hartes Urteil, dem entsprechend harte Entlastungsgründe entgegengesetzt werden müssen.

Anwalt?
Ein Anwalt schadet meist mehr, als er nutzt. Die rechtlichen Hintergründe der MPU werden seit Jahren angegriffen und stehen seit Jahren. Eine Behörde zu verklagen hat für einen Normalmenschen in Deutschland noch nie viel Sinn gehabt und die Beurteilungsstelle gibt nur ein Gutachten ab. Sie behält Deinen Führerschein nicht ein, sie hat ihn ja nicht einmal. Wen willst Du also verklagen?
Mal ganz abgesehen davon, dass der Kontakt zu Deinem beurteilenden Psychologen so gut wie nur möglich sein sollte und er wird bestimmt nicht besser, wenn mit hochrechtlichem Schriftkram oder gar mit dem Anwalt selbst aufgekreuzt wird.

Neuer Führerschein im Ausland?
Kurze Antwort: Gleich aus dem Kopf schlagen.
Man kann in Polen, Amerika oder Holland drei Führerscheine machen, wenn man wieder in Deutschland fahren will, gelten deutsche Gesetze. Und die besagen, dass man den Führerschein umschreiben lassen musst. Dabei wird natürlich festgestellt, dass man noch keinen Nachweis einer erneuten Tauglichkeit geführt hat. Und die Sache hat sich erledigt.

Wie lange dauert das Alles?
Das hängt stark von der im ersten Teil genannten Fragestellung ab. Von den Blutalkoholwerten, den Drogenscreenings, den Besonderheiten des jeweiligen Falles.
Fakt ist, die Beurteilungsstellen haben Richtwerte, nach denen sie arbeiten, wie alle Behörden.
Nach diesen Richtlinien wird die Schwere Deines Falles eingeteilt und nach dieser Einteilung richten sich die Anforderungen für eine positive Beurteilung.
Wie schon erwähnt, verlangen die meisten Gutachter den Nachweis einer psychologischen Beratung, außerdem eine eben den Richtlinien entsprechende Zeit, in der sich die Wandlung vom Trinker/Täter/Drogenfahrer zum vertrauenswürdigen Verkehrsteilnehmer vollzogen hat. In den sechs Wochen von Erhalt der Aufforderung bis zur MPU eine solche Wandlung nachzuweisen, ist illusorisch. Kannst man glaubhaft machen, dass die Fahrt ein Einzelfall und Ausrutscher war oder dass man seit dem Entzug des FS an Dir gearbeitet hast, sieht das anders aus. Aber nicht mit BAK 1,6 oder gar darüber. Und vorher geht’s kaum zur MPU. Also, das war nichts.

Drucke diesen Beitrag

Information MPU / Idiotentest - Schlusswort
Geschrieben von: Tarabas68 - 29.11.2018, 17:13 - Forum: MPU - Was ist das? - Keine Antworten


Niemand wird sagen, dass man für einen Gewohnheitstrinker oder Drogenfreak gehalten wird oder man ein Alkoholproblem hat. Aber man wird in Kategorien eingeteilt auf Grund dieser Werte. Die genauen Richtlinien sind Sache der einzelnen Beurteilungsstellen und die Gutachter haben einen gewissen Spielraum, mit dem sie auf den speziellen Einzelfall reagieren können. Aber der großen Andrang und die entsprechende Arbeitsbelastung führen dazu, dass die Richtlinien meist den Ausschlag geben, zumal sie ja nicht aus sich selbst entstanden sind, sondern langjährigen Erfahrungen und wissenschaftlichen Studien entspringen. Diese Vorgehensweise wird meines Wissens nirgends dokumentiert, aber sie ist einfach und logisch. Sie wird außerdem durch Erfahrungen bestätigt.

Schlusswort

Die MPU ist eine harte Sache. Am Führerschein hängen nicht selten ganze Existenzen. Jobs sowieso. Das kennen wir alles und die Gutachter wissen das auch. Sie kennen aber auch die Zahlen derer, die unschuldig auf den Straßen sterben, weil sie jemand über den Haufen gefahren hat, der eigentlich nicht hinter ein Steuer gehört. Diese Leben kann Niemand ersetzen. Und ein Rettungssanitäter, der mit blutigen Händen auf dem Beton der Autobahn kniet neben einem Kind, das er nicht hat retten können, der wird kein Mitleid haben. Auch nicht der Polizist, der wieder vor einer Mutter steht, weil wieder ein Sohn betrunken von der Disco nach Hause gefahren ist und es diesmal eben nicht geschafft hat. Und ein paar andere auch nicht.

Das sind die Realitäten und an diesen werden wir gemessen. Die Polizei geht davon aus, dass nur etwa jede dreißigste Trunkenheitsfahrt entdeckt und geahndet wird. Eine Gewöhnung an Alkohol und Drogen im Verkehr ist eine Gefährdung anderer, die nicht hinzunehmen ist. Eine solche Gewöhnung im eigenen Leben ist ohnehin schlimm genug. Es geht also im Grunde genommen nicht um den Führerschein, es geht um Leben. Das eigene und das der anderen.

Also liebe® Leser(in) - tu etwas!

Einen Schritt hast Du schon getan, indem Du hier im Forum gelandet bist. Stell Deine Fragen, wir werden sie beantworten. Das heißt nicht, dass wir die netten Onkel und Tanten vom Forum für Dich sein werden. Wir werden manchmal sogar grob werden. Aber wir werden ehrlich sein und offen.

Und wir sind immer da.

MfG

(Anmerkung: Diese "Dreierkette" ist aus diversen Quellen zusammengeschnipselt worden und dient hauptsächlich nur der allgemeinen Information!)

Drucke diesen Beitrag

Information MPU / Idiotentest - Der Anfang
Geschrieben von: Tarabas68 - 29.11.2018, 17:11 - Forum: MPU - Was ist das? - Keine Antworten


"MPU" bedeutet "Medizinisch-Psychologische-Untersuchung". Aufgefordert zu werden an so einer Maßnahme teilzunehmen bedeutet, dass die dafür zuständige Behörde, in diesem speziellen Fall die Fahrerlaubnisbehörde der Meinung ist, dass der oder diejenige nicht mehr zur Führung von Kraftfahrzeugen geeignet ist.

Die Uneignung der Fahrerlaubnis wird meist durch die Polizei festgestellt - überwiegend bei allgemeinen Verkehrskontrollen. Vermeindlich war es so, dass du aktiv unter Alkohol-, bzw. Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilgenommen hast, deine Punkte in Flensburg ihr Maximum erreicht haben, oder du anderweitig im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr strafrechtlich in Erscheinung getreten bist.
Deshalb bist du prinzipiell aus der Sicht der jeweiligen Autoritären Personen eine Gefahr für Dich und Andere.

Nun ist es so, entgegen allen Aussagen, dass die MPU, oder der sogenannte (abwertend genannte) "Idiotentest" absolut keineswegs Pflicht ist. Die MPU ist komplett freiwillig und sagt aus, dass der Teilnehmer beweisen möchte, dass er mittlerweile keine Gefährdung mehr für sich und andere im Straßenverkehr darstellt.

Es gibt allerdings einige Personengruppen, für die eine MPU Pflicht ist, diese wären:
  • Menschen mit Herzrhytmusstörungen
  • Menschen, denen Gliedmaßen fehlen
  • Menschen mit starker Sehbehinderung
  • Zuckerkranke und Epileptiker
  • Führer von Spezialfahrzeugen, die ganz besonderen Sicherheitsbestimmungen unterliegen
In der absoluten Mehrzahl sind es natürlich Alkohol- und Drogenvergehen, die die Vermutung entstehen lassen, dass Jemand nicht mehr aktiv im Straßenverkehr teilnehmen kann. Weniger oft wird man bei einem "überfüllten Punktekonto" in Flensburg zur MPU geschickt.


Die elementarste Sache

Bei einer MPU ist die Beweislage grundsätzlich umgekehrt. Das ist das Wichtigste überhaupt, was man sich merken sollte. Die Gutachter/innen sind neutrale Personen, die alle Geschichten mindestens schon einmal gehärt haben und generell sind sie sehr beschäftigt, generell aber sind sie definitiv sicher, dass Derjenige, der nun dort sitzt definitiv zum Führen eines Fahrzeugs ungeeignet ist. Nun sieht das deutsche Gesetz aber vor, dass all Jenige, die dort sind, eine Chance bekommen sollen, die (wieder-)Eignung nachzuweisen.
Das bedeutet: Der MPU Teilnehmer ist in der Beweispflicht.


Welche Organisation ist für die MPU zuständig?

Es gibt in Deutschland mehrere Organisationen, die amtlich bestellte Gutachter für die MPU stellen. Die Bekanntesten sind ohne Zweifel die DEKRA und der TÜV. Es gibt aber noch, wohlgemerkt als Minderheiten die Organisationen AVUS, MPU-GmbH und die PIMA.

Für den MPU Teilnehmer besteht die freie Wahl zu welcher Organisation, bzw. Institution er geht.

Die Führerscheinstelle hat entgegen allen Erwartungen mit der MPU selbst absolut nichts zu tun, es wird also keinen Erfolg dort zu probieren, den "Lappen" wiederzubekommen. Die Leute bei der Führerscheinstelle möchten lediglich das Gutachten der MPU, um sicher zu sein, dass der Führerschein wiederausgestellt werden kann.


Was kostet die MPU?

Geld - und das absolut nicht wenig, Nerven (;-)) und Zeit.

Zu jeder MPU gehört die Fragestellung. So genannt wird die Frage, die die Behörde geklärt haben will. Also:
  • wird der Betreffende noch einmal im Straßenverkehr mit Alkohol auffällig werden?
  • Wird er nochmals unter Drogen fahren?
  • Ist er fähig, ohne Brille einzuparken, oder wenn nein, welche braucht er?
  • Ist Herr A zu alt zum fahren?
  • Oder Frau B zu tütelig?
Offiziell liest sich das natürlich anders.

Zum Beispiel:
"Ist zu erwarten, dass Herr XYZ auch zukünftig ein Kraftfahrzeug unter Alkoholeinfluss führen wird und/oder liegen als Folge eines unkontrollierten Alkoholkonsums Beeinträchtigungen vor, die das sichere Führen eines Kraftfahrzeuges der Klasse B in Frage stellen?"

Das ist die Fragestellung. Sie fällt bei Jedem anders aus, je nach festgestelltem Delikt und Formulierlaune der Begutachtungsstelle. Aber sie ist entscheidend für den Preis des Ganzen.

Zu einer umfassenden Untersuchung gehören verschiedene Tests, die zum Beispiel im Drogenfall ganz schön teuer werden können.

Auch ist eine doppelte, vielleicht mehrfache Fragestellung möglich, wenn zum Beispiel der Betreffende unter Drogen und Alkohol eine Straftat begangen hat und gewalttätig geworden ist.

Man will eben ganz genau wissen, wer da steht und wer wieder fahren will.

Um es kurz zu schätzen, für eine einfache Alkoholfrage braucht man etwa 400 Euro, hinzu kommen noch die Gebühren für die Wiedererteilung, etwa 60 Euro.

Eine doppelte Fragestellung kostet bis zu 600 Euro, meistens braucht man auch noch Blutwerte, die ebenfalls zu Buche schlagen.

Die MPU wird im voraus, meist bar kassiert.

Für die Wiedererteilung kassiert die Führerscheinstelle.

Drucke diesen Beitrag